Ich habe versagt
Zürich den 31. Juli 2023
2. Korinther 13,8: "DENN WIR VERMÖGEN NICHTS GEGEN DIE WAHRHEIT, SONDERN [NUR] FÜR DIE WAHRHEIT."
Lukas 20,17: "Er aber blickte sie an und sprach: Was bedeutet denn das, was geschrieben steht: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden?«"
Lukas 20,18: "JEDER, DER AUF DIESEN STEIN FÄLLT, WIRD ZERSCHMETTERT WERDEN; AUF WEN ER ABER FÄLLT, DEN WIRD ER ZERMALMEN!"
Ich vermag nichts gegen die Wahrheit. Darum will ich jetzt an dieser Stelle mich selber auch nicht rechtfertigen, sondern mir selber - und auch dir lieber Leser - eingestehen, dass ich kläglich versagt habe.
Wie meine ich das denn nun?
Nun, Gott hatte mir als letztes mitgeteilt "Postfach". Was dies genau für mich bedeuten sollte wusste ich noch nicht, ich wusste einfach, dass ich irgendwie ein Postfach nutzen sollte, oder dass ein Postfach die Lösung für mich sein würde.
Und laut Keith Green gibt es in der Armee (diese Aussage von ihm bezieht sich wahrscheinlich auf die Armee in Amerika) eine Regel die besagt, dass man immer den letzten Befehl befolgen solle den man bekommen hat, bis man neue Befehle von der Kommandozentrale bekommt, siehe folgendes Zitat von ihm:
There's a rule in the armed forces: "Always obey the last order you got, until you get new orders from command headquarters" (Quelle: Video "Keith Green Memorial Concert (Full)", ab Minute 28:10; https://youtu.be/2dVw0BlJOXI)
Und somit, nachdem mir Gott diese Anweisung "Postfach" gegeben hatte, hätte ich eigentlich die Pflicht gehabt, damit etwas zu machen, also d.h. ich hätte die Pflicht gehabt, die Anweisung in die Praxis umzusetzen.
Was aber tat ich? Ich rannte los in die andere Richtung, wie Jona dazumals, der den Auftrag hatte nach Niniveh zu gehen um dort zu predigen, sich aber in die komplett andere Richtung aufmachte, um vor Gott zu fliehen. Und in wiefern äusserte sich das in meinem Leben?
Nun, vor ein paar Tagen kam ich mit Hilfe von 5. Mose 28,45 zum Schluss, dass es wohl mein Ungehorsam gegenüber Gott gewesen war, der mich in die sehr miserable Situation hineingebracht hatte, in welcher ich drin war, siehe der Vers hier:
5. Mose 28,45: "UND ALLE DIESE FLÜCHE WERDEN ÜBER DICH KOMMEN und dich verfolgen und einholen, bis du vertilgt sein wirst, WEIL DU DER STIMME DES HERRN, DEINES GOTTES, NICHT GEHORSAM GEWESEN BIST, seine Gebote und Satzungen zu befolgen, die er dir geboten hat;"
Als ich dazumals Gott darum bat, dass er mir doch sehende Augen geben möge, dass ich erkennen könne, wo ich falsch liegen würde, da las ich diesen Vers danach und wurde dadurch auf die Anweisung mit dem Postfach wieder aufmerksam gemacht, die ich ignoriert hatte.
Nun aber genug um den heissen Brei herumgeredet. Wie also hatte ich diese Anweisung missachtet? Ich hatte sie missachtet, indem ich versuchte mein Heft für Studenten, das ich vor ca. 2,5 Wochen fertiggestellt hatte, über die Gasse - also ohne Postfach - zu verkaufen. Mit leider nicht so grandiosem Erfolg - in den ersten 10 oder 11 Tagen nachdem ich mich mit ca. 105 gedruckten Heftlein auf den Weg gemacht hatte, verkaufte ich genau 3 Broschüren. Also wirklich nicht gerade viele.
Nun habe ich den Verkauf über die Gasse vorerst an den Nagel gehängt und ich möchte nun Gott wieder gehorsam sein und seine letzte Anweisung an mich in die Tat umsetzen. Konkret heisst das, dass ich hoffe, dass sich mir irgend eine Tür auftut, dass ich ein Postfach benutzen könnte zum Machen von Versandhandel. Wie ich so ein Postfach allerdings genau benutzen könnte, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Eventuell könnte ich Bestellungen auf Papierform dort über das Postfach entgegennehmen und/oder Geld in Form von Bargeld dort über das Postfach empfangen. Und als Hinweis noch, der Grund warum ich davon rede, dass ich hoffe, dass sich mir irgend eine Tür auftut, dass ich ein Postfach benutzen könnte ist der, dass ich momentan selber kein Postfach eröffnen kann, weil ich weder einen Vor- noch einen Nachnamen habe, noch eine Postanschrift habe und auch kein staatliches Ausweisdokument habe.
Und noch als Anmerkung bzgl. wie ich denn Werbung machen könnte: Werbung könnte ich dann eventuell über Social Media machen, indem ich denjenigen Leuten die mir sowieso schon dort folgen, und die damit bereits ihr Interesse an dem gezeigt haben, was ich bisher dort publiziert habe, irgendwie mitteile, dass und was genau ich verkaufe und wie man es bestellen kann (und ev. könnte ich dann auch gleich sagen, wie man es bezahlen kann).
Ich lasse hiermit also den Versuch des Verkaufs über die Gasse sein, wo ich fleischlich gesehen dachte und hoffte, damit Erfolg zu haben, und ich möchte mich jetzt bewusst in Gottes Hände legen und ihm vertrauen, dass es schon irgendwie gehen wird mit einem Postfach. Ich habe zwar noch keine Ahnung, aber auch wirklich keinen blassen Schimmer davon, wie ich zu so einem Postfach denn genau Zugang bekommen könnte, aber ich möchte mich trotzdem einfach Gott und seinem Willen unterordnen.
Ich hoffe insofern, dass sich das folgende Zitat von Hudson Taylor in meinem Leben bewahrheiten wird:
"Gottes Werk getan auf Gottes Art wird niemals Gottes finanzieller Unterstützung mangeln."
Ausserdem möchte ich hier an dieser Stelle noch zwei Bilder aus dem Buch "Die Bibeltür am Grossmünster in Zürich" anführen, auf welches ich heute gestossen bin.[1]
Auf Seite 46 heisst es "Ist es jetzt aus mit Petrus?" und so hoffe ich jetzt einfach mal, dass es denn nicht ganz aus mit mir ist, obwohl ich den Verkauf über die Strasse jetzt mal sein lasse und auf die Idee vom Postfach setze. Und es heisst zudem auf Seite 46 auch "Jesus, die Füsse nicht im, sondern auf dem Wasser, erweist seine Hoheit auch über die Naturgesetze der Schöpfung. Im Unterschied dazu liegt der schwere Leib des versinkenden Jüngers in den Wellen! Aus eigener Kraft reicht es nicht bis zu Jesus. Die vier einander fast über die ganze Bilddiagonale zugestreckten Arme, die beiden flehenden und die beiden helfenden Hände erzählen vom Werk des Erretters."
Und in diesem Sinne möchte ich auch jetzt gerade meine Hände zu Gott emporheben und ihn anflehen "Bitte, Vater, erbarme dich über mich, einen Sünder! Schaue bitte nicht auf meine Untreue, sondern sei mir bitte gnädig, jetzt wo ich zu dir zurückkomme und mich dir wieder unterordnen möchte. Bitte hilf mir finanziell, denn ich vertraue dir und lege mein Leben ganz in deine Hände."
Ich hoffe, dass sich nun der letzte Satz auf Seite 47 bewahrheiten wird, wo es denn heisst "Der Hilferuf
Und so sage ich zu Gott: "Bitte sei mir gnädig und hilf mir lieber Gott, denn ich beuge meine Knie vor dir. Du sollst von nun an wieder über mein Leben bestimmen dürfen. Ich ordne mich dir wieder unter. Danke und Amen."
"7 Er [d.h. Jesus] sagte aber zu den Gästen ein Gleichnis, da er bemerkte, wie sie sich die ersten Plätze aussuchten, und sprach zu ihnen: 8 Wenn du von jemand zur Hochzeit eingeladen bist, so setze dich nicht auf den obersten Platz, damit nicht etwa ein Vornehmerer als du von ihm eingeladen ist, 9 und nun der, der dich und ihn eingeladen hat, kommt und zu dir sagt: Mache diesem Platz! – und du dann beschämt den letzten Platz einnehmen musst. 10 Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setze dich auf den letzten Platz, damit der, welcher dich eingeladen hat, wenn er kommt, zu dir spricht: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tisch sitzen. 11 Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und WER SICH SELBST ERNIEDRIGT, DER WIRD ERHÖHT WERDEN." (Lukas 14,7-11; Schlachter 2000)
Ich wünsche dir lieber Leser noch einen ganz schönen Abend. Sei gesegnet und möge Gott auch dich versorgen in Übereinstimmung mit Matthäus 6,33:
"Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles [d.h. alles, was man zum Leben braucht] hinzugefügt werden!"
Gruss,
peter
[1]: Die beiden Fotos von Seite 46 und 47 aus dem Buch "Die Bibeltür am Grossmünster in Zürich" inklusive hervorgehobener Stellen kann man auf meinem Telegram hier anschauen: https://t.me/weidemeineschafe/1746
[2]: Anmerkung: Petrus ist eigentlich der gleiche Name wie Peter und ich heisse ja auch peter.